Auf Bauherren, die Werkleistungen in Form von Schwarzarbeit erhalten, können erhebliche Kosten zukommen. Schwarze Abrechnung beim Hausbau hat für den Auftragnehmer und Auftraggeber negative Konsequenzen. Die Folgen für den Bauherrn können von Geldbußen über den Verlust von Gewährleistungsansprüchen bis zur Haftung bei Bauunfällen reichen.
Wenn ein Steuersünder seine Steuerschulden nicht rechtzeitig bezahlt, verrechnet das Finanzamt hohe Säumniszuschläge. Zudem drohen Vollstreckungsmaßnahmen. Um dies zu verhindern, können Betroffene einen Antrag auf Steuerstundung und/oder Ratenzahlung stellen.
Im Falle einer wiederholten Steuerhinterziehung stufen die Gerichte den Steuerhinterzieher als Wiederholungstäter ein. Demnach müssen Steuerstraftäter, die zum zweiten oder wiederholten Mal ertappt werden, mit schärferen Konsequenzen bei der Strafbemessung rechnen.
Personen, die nicht versteuertes Vermögen erben, müssen einige Anzeige- und Erklärungsflichten erfüllen. Sie sollten zudem über die Fristen Bescheid wissen, die für Schwarzgeld in der Erbschaft relevant sind. Durch zeitgerechtes Handeln können die Erben das Risiko ausschalten, selbst als Steuerhinterzieher bestraft zu werden.
Beim Verdacht auf Steuerhinterziehung ist die Durchsuchung der Wohn- und Geschäftsräume eine mögliche Ermittlungsmaßnahme. Verdächtige sollten richtig reagieren, wenn die Steuerfahnder die Räumlichkeiten nach Beweismitteln durchsuchen. Diese Übersicht gibt Betroffenen sieben Tipps für das Verhalten bei einer Durchsuchung wegen Steuerhinterziehung an die Hand.
Datenlecks verzögern die Ermittlungsarbeit der Steuerfahndung oftmals erheblich. Dies kann dazu führen, dass Steuerprüfer mehrere Jahre benötigen, um die vollständigen Unterlagen eines Steuerpflichtigen zu überprüfen. Ein solcher Fall beschäftigte jüngst das Finanzgericht Düsseldorf. Bei einer mehrjährigen Überprüfungsdauer könne der Steuerpflichtige nicht davon ausgehen, dass die Steuerprüfung unmittelbar nach dem Start für mehr als sechs Monate ausgesetzt wurde und damit die Ablaufhemmung der Festsetzungsfrist weggefallen ist (Urteil des Finanzgerichts Düsseldorf vom 28. Juni 2018, Az. 9 K 2592/16 E).
Mit Bitcoins und anderen Kryptowährungen haben unzählige Investoren hohe Gewinne erzielt, ohne sie zu versteuern. Die Steuerfahndung führt nunmehr verstärkte Ermittlungen durch, um solche Krypto-Steuerhinterzieher zu entlarven und wegen Steuerhinterziehung in Zusammenhang mit Kryptowährungen zu überführen.
Manchmal schwärzen dritte Personen wie zum Beispiel der unliebsame Nachbar den vermeintlichen Steuerhinterzieher beim Finanzamt an. Solche anonymen oder namentlichen Anzeigen Dritter können der Steuerfahndung wichtige Erkenntnisse bringen. Meist stammen diese Meldungen von Personen, die mit dem Steuersünder Streitigkeiten und Konflikte austragen. Dies können beispielsweise Ex-Partner, ehemalige Geliebte, gekündigte Arbeitnehmer, gekränkte Kollegen und verärgerte Kunden, aber auch Familienangehörige, frühere Freunde oder der Nachbar sein.
Steuerfahnder arbeiten mit unterschiedlichen Methoden, um Steuersünder zu entdecken und auszuforschen. Die Mittel reichen von eigenen Ermittlungen der Steuerfahndung wie Durchsuchungen, Kontoabfragen und Überwachungen im Internet bis hin zum Informationsaustausch mit Behörden.
Eigenheimbesitzer, Kapitalanleger und Vermieter können Steuern sparen mit Immobilien. Sie haben einige Möglichkeiten, um Kosten steuerlich geltend zu machen.
Beim Vererben oder Verschenken einer Immobilie fallen Steuern an, deren Höhe sich am Immobilienwert orientiert. Doch wie wird der Wert einer Immobilie eigentlich ermittelt?
Wenn bei der Auflösung eines Beschäftigungsverhältnisses eine Abfindung ausbezahlt wird, ist diese normalerweise voll zu versteuern – meist mit einem unvorteilhaften Steuersatz. Mit der Fünftelregelung gibt der Fiskus jedoch steuergeplagten Arbeitnehmern die Möglichkeit, bei den Abzügen Steuern zu sparen.
Wenn bei der Auflösung eines Beschäftigungsverhältnisses eine Abfindung ausbezahlt wird, ist diese normalerweise voll zu versteuern – meist mit einem unvorteilhaften Steuersatz. Mit der Fünftelregelung gibt der Fiskus jedoch steuergeplagten Arbeitnehmern die Möglichkeit, bei den Abzügen Steuern zu sparen.
Abfindungen unterliegen zwar der Steuer, sind aber grundsätzlich sozialversicherungsfrei. Nur freiwillig Krankenversicherte müssen auf Abfindungen Beiträge für Kranken- und Pflegeversicherung bezahlen. Wer bei der Abfindung Steuern sparen möchte, sollte sich mit der Fünftelregelung beschäftigen. Diese kann zu Steuererleichterungen führen, wenn die gesamte Abfindung in einem Kalenderjahr ausgezahlt worden ist.
Da die Einkommensteuer progressiv ist, erhöhen sich die Steuersätze mit wachsenden Einkünften. Kommt eine Abfindung zum Gehalt hinzu, ist der Steuersatz in diesem Jahr also besonders hoch. Dieser Progressionseffekt kann durch die Fünftelregelung abgefangen werden, die Abfindung wird dabei steuertechnisch gesehen auf fünf Jahre verteilt.
Ein Beispiel: Ein alleinstehender Angestellter hat abzüglich seiner Aufwendungen ein Jahreseinkommen von 50.000 Euro zu versteuern und erhält im Jahr 2016 eine Abfindung in Höhe von 20.000 Euro. Kommt die Fünftelregelung zur Anwendung, werden von dieser Abfindung nur 4.000 Euro zum Einkommen hinzugezählt. Auf die zu versteuernden 54.000 Euro würden in diesem Jahr normalerweise 14.285 Euro an Einkommenssteuern anfallen. Bei der Fünftelregelung wird die tatsächlich zu zahlende Steuer jedoch komplexer berechnet. Berücksichtigt wird hier auch das zu versteuernde Einkommen ohne Abfindung, also 50.000 Euro mit 12.636 Euro Einkommenssteuern. Die beiden errechneten Einkommenssteuerbeträge zieht man voneinander ab, also 14.285 – 12.636, es bleiben 1.649 Euro als Unterschiedsbetrag. Dieser Betrag wird bei der Fünftelregelung zugrunde gelegt und fünffach als Einkommenssteuer veranschlagt. In diesem Beispiel wären das also 8.245 Euro (1.649 Euro x 5) zu zahlende Einkommenssteuer für das Jahr 2016.
Hätte der Alleinstehende seine Abfindung ohne die Fünftelregelung voll versteuert, also als Jahresgehalt von 70.000 Euro, wäre im Vergleich ein Betrag in Höhe von 8.369 Euro fällig gewesen. Seine Ersparnis hätte also in diesem Beispiel 141,98 Euro betragen.
Tipp: Der Spareffekt der Fünftelregelung fällt umso größer aus, je höher das Einkommen und je deutlicher die Differenz zwischen Gehalt und Abfindung ist.
Die Fünftelregelung ist zwar die beste Möglichkeit, um bei einer Abfindung Steuern zu sparen, sie ist jedoch bei weitem nicht in jedem Fall anwendbar. Die Entschädigung des Beschäftigten darf beispielsweise nicht von vorneherein im Vertrag vereinbart gewesen sein. Außerdem gilt die Regelung ausdrücklich nur bei der endgültigen Auflösung von Beschäftigungsverhältnissen und nicht für nachträgliche Zahlungen wie Boni oder Tantiemen. Auch bei Abfindungen nach Änderungskündigungen, Betriebsübergängen oder wenn der Beschäftigte innerhalb des Konzerns verbleibt, wird die Fünftelregelung nicht angewandt.
Man kann aber auch ohne Fünftelregelung bei einer Abfindung Steuern sparen, indem der Betrag beispielsweise in Raten ausbezahlt wird. Außerdem könnte mit dem Arbeitgeber vereinbart werden, die Abfindung in die betriebliche Altersvorsorge oder in private Rentenvorsorgeverträge fließen zu lassen.
Grundsätzlich müssen in Deutschland auf Erbschaften, die oberhalb der Freibeträge liegen, Steuern bezahlt werden. Fordert das Finanzamt diese Steuern jedoch nicht innerhalb von vier Jahren ein, ist der Anspruch verjährt.
Grundsätzlich müssen in Deutschland auf Erbschaften, die oberhalb der Freibeträge liegen, Steuern bezahlt werden. Fordert das Finanzamt diese Steuern jedoch nicht innerhalb von vier Jahren ein, ist der Anspruch verjährt.
Jede Erbschaft muss innerhalb von drei Monaten beim Finanzamt gemeldet werden. Versäumt ein Erbe diese Anzeigepflicht, macht er sich bereits des Versuchs der Steuerhinterziehung strafbar. Dem Finanzamt eine Erbschaft zu verheimlichen ist nahezu unmöglich, denn nicht nur der Erbe allein ist meldepflichtig.
Folgende Institute und Organisationen sind gesetzlich dazu verpflichtet, dem Finanzamt einen eingetretenen Erbfall anzuzeigen:
Die Frist zur Verjährung der Erbschaftssteuer beginnt nicht mit dem Versterben des Erblassers oder dem Tag der Erbschaft. Es gilt der Zeitpunkt der Kenntnisnahme, die Verjährungsfrist beginnt zum Ende des Kalenderjahres.
Die Festsetzung der Erbschaftssteuer ist nicht immer ganz einfach zu bewerkstelligen, vor allem bei umfangreichen Erbschaften mit vielen verschiedenen Erbberechtigten. Durch mehrere Erben und Vermächtnisnehmer, die vielleicht zu unterschiedlichen Zeiten von ihren Erbansprüchen erfahren, können variierende Verjährungsfristen zustande kommen. Neben der vierjährigen Frist der Verjährung bei der Erbschaftssteuer gibt es zusätzlich eine Festsetzungsverjährung. Die Festsetzungsfrist bestimmt, ab wann das Finanzamt den einmal festgesetzten Steuerbetrag nicht mehr ändern kann, selbst wenn es Kenntnis von unberücksichtigten Vermögenswerten bekommt.
Diese Frist beträgt vier Jahre. Dieser Zeitraum wird aber nicht ab Eintreten des Erbfalls gerechnet, sondern beginnt erst mit dem Jahr, in dem die Anzeige beim Finanzamt eingegangen, oder eine Erbschaftssteuererklärung eingereicht worden ist. Spätestens beginnt die Festsetzungsfrist mit dem Ablauf des dritten Kalenderjahres nach Entstehung der Steuer. Die Frist läuft jedoch niemals vor Ablauf des Jahres, in dem der Erbe von seinem Anspruch erfahren hat.
Steuersünder dürfen nach Ablauf der Verjährung bei der Erbschaftssteuer und der gesetzlichen Festsetzungsfrist jedoch keinesfalls aufatmen. Bei einer leichtfertigen Verkürzung der Steuer, wie es im Gesetz heißt, verlängern sich die Fristen nämlich von vier auf fünf Jahre. Geht es um eine vorsätzliche Steuerhinterziehung, können die Fristen sogar auf zehn Jahre erhöht werden.
Es gibt aber noch andere Ablaufhemmungen für die Festsetzungsfrist. Beginnt die Steuerbehörde innerhalb dieser Frist beispielsweise mit einer Außenprüfung des Erben, von der auch die Erbschaftssteuer betroffen ist, verlängert sich der Zeitrahmen solange, bis alle durch die Außenprüfung zustande gekommenen Steuerbescheide nicht mehr anfechtbar sind.
Kontaktieren Sie uns gerne für weitere Informationen zum Thema Verjährung bei der Erbschaftssteuer oder eine individuelle Beratung zum Thema Erbschaft!
Nachbarschaftshilfe kann schnell in Schwarzarbeit ausarten, ohne dass die Betroffenen sich darüber bewusst sind. Deshalb ist es von Vorteil, die Unterschiede zu kennen. Denn Schwarzarbeit ist kein Kavaliersdelikt, sondern mindestens eine Ordnungswidrigkeit, die mit empfindlichen Strafen geahndet werden kann.
Die Grenze zwischen Steuern sparen und Steuern hinterziehen kann mitunter fließend verlaufen. Ist jedoch die Linie der Strafbarkeit einmal überschritten, kann es für den Steuersünder sehr teuer werden. Denn Steuerhinterziehung ist in Deutschland wahrlich kein Kavaliersdelikt.
Wer eine Immobilie erbt, muss Erbschaftssteuer bezahlen. Das kann angesichts der aktuell hohen Marktpreise ziemlich teuer werden. Muss es aber nicht in jedem Fall. Die Erbschaftssteuer richtet sich nach der Höhe der Erbschaft und der Steuerklasse des Erben. Das komplexe deutsche Erbschaftssteuergesetz sieht jedoch einige Einschränkungen und Sonderreglungen vor. In §13 ErbStG findet sich ein ganzer Katalog an Regelungen, die sich auf die Erbschaftssteuer für Immobilien auswirken können. Die wichtigsten Eckdaten für die Erben einer Immobilie sind die Freibeträge. Um die Belastung der verwandten Erben nicht zu hoch ausfallen zu lassen, gibt es Freibeträge, die vom Verwandtschaftsgrad und wiederum von der Steuerklasse abhängig sind.
Eine Erbengemeinschaft entsteht automatisch, sobald der Erblasser verstirbt und mehrere Erben hinterlässt. Sie besteht solange, bis das Erbe auseinandergesetzt und die Erbanteile verteilt sind. Doch wie wirkt sich die Erbengemeinschaft auf die zu zahlende Erbschaftssteuer aus?
Wenn beide Elternteile (fast) zeitgleich oder kurz nacheinander versterben, kann dies Auswirkungen auf die anfallende Erbschaftssteuer haben. Doch was genau passiert eigentlich, wenn zwischen den zwei Todeszeitpunkten nur wenig Zeit liegt? Fällt die Erbschaftssteuer einmal an oder nur zweimal? Der Ehegatte wird selbst zum Erben, wenn der Partner verstirbt, und vermacht das erworbene Vermögen jedoch sogleich weiter. Wie diese Situation zu behandeln ist, hängt davon ab, ob ein Testament vorliegt oder nicht.
Da hinterlässt der Verstorbene den Hinterbliebenen eine Immobilie – und dann stellt sich heraus, dass diese hoch verschuldet ist. Unterläge das Erbe nun in voller Höhe der Erbschaftssteuer, so würde das für viele Erben den Ruin bedeuten. Deshalb hat der Gesetzgeber mit § 10 ErbStG die Möglichkeit geschaffen, Nachlassverbindlichkeiten vom Erbe abzuziehen und so die Steuerlast zu senken. Doch welche Positionen zählen zu den Nachlassverbindlichkeiten und lassen sich abziehen?
Ein beliebtes Testamentsmodell bei Eheleuten ist die Gestaltung durch Vor- und Nacherben, besonders wenn eine eigene Immobilie vorhanden ist. Damit schränken sie sich jedoch oft unbewusst selbst in ihrer Handlungsfähigkeit ein. Das Oberlandesgericht Köln hat nicht befreite Vorerben nun in ihren Rechten gestärkt.
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